Hollywood Intro: 10 Hacks für den perfekten ersten Eindruck!

(Lesezeit: ca. 3.5 Minuten) 0.34-100 Millisekunden: So viel Zeit hast du für deinen ersten Eindruck!

Wie wirkst du im ersten Augenblick? Nett, charmant, autoritär, schüchtern?

Das Ziel sollte sein, dass sich dein Gegenüber noch Stunden oder auch Tage nach eurem Aufeinandertreffen an dich erinnert. Menschen erinnern sich nicht daran was du gesagt hast, aber immer wie sie sich in deiner Gegenwart gefühlt haben. 

Hier sind 10 meiner effektivsten Strategien für einen optimierten, systematisierten ersten Eindruck, der hängen bleibt.

1. Den Raum richtig betreten 

Kennst du die Situation, wenn jemand in der in den Raum kommt und "ihm gehört sofort die ganze Aufmerksamkeit?"

Dieses Gefühl ist replizierbar, weil es auf ganz simplen Abläufen basiert, die immer die gleichen menschlichen Reaktionen produzieren.

Augenkontakt

Führt zu Respekt, Interesse und Offenheit. (Hack: Wer nicht direkt in die Augen schauen kann, schaut auf einfach auf den Punkt zwischen den Augenbrauen - ein Blindspot der den gleichen Effekt erzielt)

Menschen begrüßen (auch wenn sie nicht da sind)

Viele Menschen zu kennen garantiert social proof und suggeriert eine Bekannt- und Beliebtheit, die im Rahmen einer Schwarmintelligenz  von der Mehrheit der Anwesenden einfach übernommen wird. (Hack: Auch wenn du niemanden kennst, tu so als würdest du 100% überzeugt, deinem besten Freund am anderen Ende des Raumes winken)

2. Positionierung

Positionierung in der Gruppe

Ich stehe immer lieber neben als vor meinem Gesprächspartner, um ein mit- und nicht gegeneinander zu symbolisieren. Ausserdem versuche ich nie zu nah an meinem Gesprächspartner zu stehen um genug "Freiraum" zu bieten. Gelegentliche Berührungen (Berührung der Schulter o.ä kommunizieren gut platzierte Zuneigung und haben mehr Wert und Impact als reine Nähe.)

Die eigene Körperhaltung

Ich versuche immer eine "offene" und selbstbewusste Körperhaltung zu haben.

Dazu gehört: 

  • Grade und stabil stehen (Hack: Füße Schulterbreit auseinander)
  • Selbstbewusste, einladende Gefühlslage (Mindset: Durch Kleidung in der ich mich wohl fühle und echte Freude an der Situation)
  • Nicht anlehnen (Symbolik: Was angelehnt wird, kann nicht ohne Hilfe stehen)
  • Fester Händedruck (kurz, fest und geradeaus, keine Handauflegung wie bei der Papstaudienz)
  • Haltung spiegeln (eine uralte Verhandlungstaktik, bei der die Haltung des Gesprächspartners emuliert wird)
  • Gegenüber Frauen: Gewicht auf den hinteren Fuß, um keinen Druck zu suggerieren.

3. Nicht zu viel Parfüm

Zu viel Duft ist verwirrend und wirkt unsicher, kaschierend und zu sehr gewollt.

Mein Duft

Ich benutze nur Düfte die ausschliesslich mit Aroma Chemikalien und nicht mit eigentlichem Parfüm arbeiten, so das der Effekt unterschwelliger ist. Mein Duft ist eine Kreation von Parfümeur Geza Schoen, die durch die Isolation von ISO E Super hergestellt wird - der Duft ist die Basisnote der meisten erfolgreichen Hersteller und wirkt isoliert, fast wie eine Art Droge.

4. Gewinnen lassen

Gespräche sind kein Wettbewerb! Ich lasse meine Gesprächspartner gewinnen und freue mich an ihrer Freude und Sicherheit in unserer Unterhaltung.

Menschen erinnern sich nicht an das was du gesagt hast, nur daran, wie sie sich gefühlt haben, als sie mit dir gesprochen haben. Ein gutes Gespräch, hat immer die Basis eines angenehmen Gefühls. Für meine Gedanken zu optimiertem Small-Talk, check hier.

5. Sei freundlich (zu allen anderen)

Ich versuche immer extra freundlich zu all denen zu sein, die nicht damit rechnen (Servicepersonal, Kellner, Taxi Fahrer usw). Der Umgang mit anderen Menschen (außerhalb des Gesprächs) lässt immer auf die authentische Persönlichkeit schließen. Im und auch neben der direkten Interaktion freundlich zu sein, macht immer einen guten Eindruck.

Du weißt nie zu wem du grade nett bist!

Die Firma Zappos fragt immer den Flughafen Shuttle Fahrer nach dem Benehmen der potentiellen Mitarbeiter, die am Flughafen zu Bewerbungsgesprächen abgeholt wurden. Sein Urteil ist das extrem wichtig!

6. Lächeln

Ein Lächeln lockert jede Situation und schüttet Neurotransmitter im Gehirn aus, die sofort die eigene Laune verbessern. (Hack: Denk an etwas schönes und dein Lächeln ist authentisch)

7. Maske runter

Keiner möchte hören wie cool, erfolgreich und unbesiegbar du bist - das würdest du auch nicht hören wollen. Eine Verbindung aus unausgesprochener Stärke und ehrlicher Verletzlichkeit macht dich respektabel und trotzdem nahbar.

Ich sage oft Dinge wie:

  • "Das hat mir Angst gemacht!"
  • "Ich habe einen Fehler gemacht..."
  • "Ich bin unsicher, aber..."

Niemand ist vollkommen, dazu zu stehen ist ehrliche Stärke.

8. Good news

Ich erzähle nie schlechte Nachrichten wenn ich jemanden zum ersten Mal kennenlerne. Menschen mögen gute Laune und lassen sich sehr leicht (und sehr gerne) davon anstecken. Gute Laune und entspannte Stimmung sind bewusste Entscheidungen.

Niemand möchte hören was alles schlecht läuft in der Weltpolitik und wie krank du letzte Woche warst - gib Komplimente, lach viel, identifiziere positive Aspekte an der aktuellen Situation und verteile happy Vibes um zukünftig der allererste Name auf jeder Gästeliste zu sein!

9. Interessiert sein nicht interessant sein

Stell dich zurück um wirklich interessant zu sein, less is more. Frage relevante, offene und interessierte Fragen:

  • „Was führt dich hierher?“
  • „Was war der interessanteste Teil deiner letzten Woche?“

Menschen reden gerne über sich und die Frage nach schönen Erlebnissen versetzt sie zurück in angenehme Momente und wiederholt das gespürte Gefühl. Wenn du Menschen dazu bringen kannst sich wohl zu fühlen, ist dein guter erster Eindruck garantiert!

10. Outfit 

Kleider machen Leute – Old but Gold!

Mein Tip: Tendenziell lieber under- als overdressed. "Sorry, ich komme vom Sport!" klingt immer sympathischer als "Ja, das ist ein schneidiger Armani Anzug mit Einstecktuch, ich weiß!" - Lockerheit gewinnt im Zweifel immer das Sympathieduell.

Heads-Up: Locker heißt nicht dreckig! Wenn du schlecht (dreckig) gekleidet bist, denken Menschen das deine Arbeit/Persönlichkeit genauso ist. Die goldene Mitte: Sauber, stilsicher, aufgeräumt.

Hack: Wenn du keinen sicheren Geschmack oder keine Zeit hast, check Outfittery (die schicken dir fertige, aufeinander abgestimmte Outfits zu – Ich habe hier übrigens keine Aktien/invests drin, just a Tip)

11. (BONUS) Fitness

Menschen mögen Menschen die fit und gesund sind. Deine Fitness strahlt Selbstbewusstsein aus, vor allem weil du dich selbstbewusster fühlst (auch wenn du morgens nur 20 Minuten gejoggt hast).

12. (BONUS) Namen

Sage den Namen deines Gegenüber. Jeder mag den eigenen Namen und es ist schön ihn zu hören. Außerdem zeigt es Interesse, Aufmerksamkeit und Respekt.

Hack zum Namen merken:

  • Namen immer 2 x geben lassen! Nach dem ersten Mal ist er in der Regel sofort weg, weil zu viel Adrenalin ausgeschüttet wird.
  • Nachdem die Begrüßung vorbei ist, fragst du in Ruhe noch mal nach dem Namen, wiederholst ihn ein paar Mal um die Aussprache zu bestätigen.
  • Du stellst dir dann den Namen der Person deutlich auf dessen Stirn vor. Das Gedächtnis funktioniert vor allem in Bildern und je absurder die Bilder sind, desto klebriger wird der Inhalt.

Hast du noch weitere Ideen für einen starken ersten Eindruck? Wenn ja, schreib sie gerne in die Kommentar!

All the best und viel Spaß und Erfolg bei denen anstehenden ersten Treffen!

Vielen Dank für dein Interesse, dein Fan, matthew :)